Unsere Standorte

Ambulante Pflege

Ambulante Pflege

Medikamentengabe, Verbandswechsel, Körperpflege. Rund 400 Patienten werden durch die Sozialstation Kempten-Oberallgäu versorgt. Unser Wirkungskreis erstreckt sich vom südlichen Oberallgäu bis Kempten, oftmals bis in die Grenzgebiete. Hinter jeder unserer 32.894 Leistungen pro Monat steht ein Mensch mit individuellen Bedürfnissen. Trotz allen Bemühens um Effizienz muss im sozialen Sektor das Wohl des Einzelnen Priorität behalten. Das ist heute von privaten Pflegediensten kaum mehr zu leisten. Wir als karitative Einrichtung fühlen uns allen Pflegebedürftigen verpflichtet. 

17 km für einen Verbandswechsel?

Traurig aber wahr: heute ist eine einzelne Pflegeleistung, deren finanzieller Wert nur knapp 172 Cent beträgt, bei einem Anfahrtsweg über 10 km hinaus für die meisten Pflegedienste weder finanziell noch organisatorisch zu schultern. Effizienz ist nicht nur bei privaten Pflegediensten das Zauberwort. Selbst in sozialen Einrichtungen wird zunehmend gerechnet. Abläufe und Pflegemaßnahmen werden optimiert, um mehr Patienten in kürzerer Zeit versorgen zu können. Natürlich hat dieser Trend eine gewichtige Kehrseite: nur eine begrenzte Zeit bleibt für die Versorgung des einzelnen Patienten. Individuelle Bedürfnisse oder gar spontane Wünsche haben da wenig Platz.
Dieser unglücklichen Entwicklung versuchen unsere Sozialstationen weitest möglich entgegenzusteuern. 

Pflegealltag auf dem Land

Trotz der 17 km, die Frau K. von unserer Dienststelle trennen, wird sie täglich von einer Pflegekraft versorgt. Weil wir den Verbandswechsel ambulant vornehmen, bleiben der älteren Dame weitere Krankenhausaufenthalte erspart.
Ebenso geht es Frau L. Ihr Hausarzt fragte bei uns an, ob wir sie nach ihrer Entlassung aus der Rehaklinik pflegend unterstützen würden. Denn allein kann sich die 87-Jährige nicht mehr versorgen. Daraufhin erstellten wir bei einem Besuch in der Klinik zusammen mit Frau L. einen individuellen Besuchsplan. Nach diesem wird sie jetzt ganz ihren Wünschen gemäß betreut.

„Durch die Versorgung der Sozialstation weiß ich, dass meine Patienten in guten Händen sind,“ so der Hausarzt. „Jetzt ist eine pflegerische Fachkraft vor Ort, mit der ich entsprechend gut zusammenarbeiten kann.“

Auch Frau B. kommt im Alltag noch gut zu Recht, allein für das Ein- und Aussteigen beim Wannenbad benötigt sie Hilfe. Da sie keine Angehörigen mehr hat, ist sie auf externe Hilfe angewiesen. Hierzu sagt sie selbst: „Es ist schön zu wissen, dass ich dreimal pro Woche Besuch von einer Schwester bekomme, die sich um mich kümmert. So kann ich in meinen eigenen vier Wänden bleiben und bin trotzdem gut aufgehoben.“